Unser Verein

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Früher war es normal für Bäuer*innen Saatgut selbst zu vermehren und weiterzuentwickeln. Mit der Kultivierung von Gemüse entstanden so vielerorts verschiedenste Regionalsorten. Diese Sorten bestachen nicht durch Uniformität oder gute Erntbarkeit, sondern vor allem durch ihre Robstheit und Standortanpassung. Das bedeutet, die Sorten passen perfekt zu ihrem Anbauort, sie kennen das Klima, den Boden, aber auch die potentiellen Schädlinge und Krankheiten. Sie können damit gut umgehen und passen sich durch den ständigen Anbau in der Region kontinuierlich weiter an.

Dieses Handwerk ging in den letzten Jahrzehnten allerdings verloren.

Die heute im Handel erhältlichen Sorten sind nur selten an die Region angepasst. Es fehlt an Betrieben, die regionale Saatgutproduktion und -züchtung betreiben. Eine Pflanze, die an die Verhältnisse in Niederösterreich angepasst ist, kann nur schwer in der wechselwarm-feuchten Witterung um Graz bestehen.

Regional entwickelte Sorten und die Vernetzung mit engagierten Menschen und Betrieben sind der Grundstein der Ernährungsouveränität für uns alle. Bäuerliches Saatgut ist lebens-not-wendig.

Darum haben wir am 1. April 2023 den Verein Samenkorn aus Bäuer*innenhand ins Leben gerufen.

 

So setzen wir uns für die Eigenständigkeit bäuerlicher Saatgutarbeit ein. Dies tun wir für unseren Jaklhof, unsere Gemüse- und Jungpflanzenkund*innen und für die Menschen und Betriebe der Region.

Die Samenkorn-Gründerinnen Katrin Kanape und Anna Ambrosch.